Veröffentlicht: 25/08/2026

Wie hoch sollte der Anteil alternativer Anlagen im Portfolio sein?

Es gibt keinen einzigen richtigen Prozentsatz für alternative Anlagen in einem Portfolio. Die passende Allokation hängt von den persönlichen Umständen des Anlegers ab, nicht von einer festen Regel.

Wichtige Faktoren für die Entscheidung

Finanzielle Ziele und Anlagehorizont

Ein längerer Anlagehorizont kann die typische Illiquidität alternativer Anlagen wie Kunst oder Whiskyfässer besser auffangen. Solche Anlagen können Monate oder Jahre bis zum Verkauf benötigen.

Notfallreserven

Alternative Anlagen ersetzen keine Notfallreserve. Barmittel sollten kurzfristige Bedürfnisse abdecken, bevor Kapital in illiquide Anlagen fließt.

Einkommensstabilität

Anleger mit stabilem, planbarem Einkommen können in der Regel einen höheren Anteil illiquider Anlagen tragen als Anleger mit schwankendem Einkommen.

Risikobereitschaft

Alternative Anlagen können Bewertungsunsicherheit und wechselnde Nachfrage mit sich bringen. Wie gut ein Anleger unrealisierte Wertschwankungen aushält, sollte die Höhe der Allokation bestimmen.

Liquiditätsbedarf

Wird Kapital voraussichtlich innerhalb von ein bis zwei Jahren benötigt, ist eine kleinere Allokation in illiquide alternative Anlagen in der Regel sinnvoller.

Beispielszenarien

Dies sind Lehrbeispiele, keine Empfehlungen.

  • Berufseinsteiger mit stabilem Einkommen und über 10 Jahren Anlagehorizont: kann eine moderate Allokation als Teil eines breiteren Portfolios neben traditionellen Anlagen in Betracht ziehen.
  • Anleger kurz vor dem Ruhestand mit Liquiditätsbedarf in den nächsten Jahren: hält die Allokation in alternative Anlagen häufig kleiner, da für illiquide Positionen weniger Zeit zum Verkauf bleibt.
  • Anleger mit unregelmäßigem Einkommen: priorisiert häufig liquide Anlagen und Notfallreserven, bevor Kapital in illiquide Alternativen fließt.

Ein praktischer Ansatz

Viele Anleger beginnen mit einer kleinen Allokation. Sie beobachten, wie sie auf Bewertungsänderungen und Illiquidität reagieren. Sie passen die Allokation im Laufe der Zeit an, statt von Anfang an einen großen Anteil festzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es einen branchenüblichen Prozentsatz für alternative Anlagen?

Nein, es gibt keinen Prozentsatz, der für jeden Anleger gilt. Die passende Allokation hängt von den individuellen Umständen ab. Jede feste Zahl ist nur als Beispiel zu verstehen.

Können alternative Anlagen traditionelle Investments vollständig ersetzen?

Alternative Anlagen gelten in der Regel als Ergänzung zu traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen, nicht als deren Ersatz.

Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen und Beispielszenarien, keine persönliche Anlageberatung. Kapital ist Risiken ausgesetzt. Bitte prüfen Sie Ihre persönliche finanzielle Situation oder konsultieren Sie einen qualifizierten Berater, bevor Sie Kapital in alternative Anlagen investieren.

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Aurelio Image CEO

Aurelio

CEO & Mitgründer