Warum wechselt die Generation Z von Aktien und Fonds zu Sammlerstücken?
Die Generation Z vertraut Sammlerstücken mehr als traditionellen Finanzinstituten
Die Generation Z, ungefähr zwischen 1997 und 2012 geboren, ist mit der Finanzkrise 2008, dem Markteinbruch 2020 und wiederholten Schlagzeilen über Bankenpleiten und Inflation aufgewachsen. Diese Geschichte hat viele skeptisch gegenüber traditionellen Finanzinstituten und der Börse als einzigem Weg zum Vermögensaufbau gemacht. Umfragen von Bank of America und Personal Capital zeigen durchgehend, dass die Generation Z eher als ältere Generationen alternative Anlagen wie Sammlerstücke, Immobilien und Kryptowährungen neben oder anstelle von Aktien halten möchte.
Sammlerstücke bieten etwas, das ein Aktienzertifikat nicht kann: ein physisches, besitzbares Objekt mit kultureller Bedeutung. Ein limitierter Sneaker, eine bewertete Pokémon-Karte oder ein Streetart-Werk trägt eine Geschichte und Identität, die ein Anteil an einem Indexfonds nicht hat.
Sammlerstücke verbinden Investieren mit persönlichen Interessen
Die Generation Z ist online aufgewachsen, in Communitys rund um Gaming, Streetwear, Musik und Popkultur. Viele dieser Communitys handeln, bewerten und bepreisen Sammlerstücke informell, lange bevor irgendjemand das als "Investieren" bezeichnet.
- Sneaker-Resale-Märkte wie StockX machen aus der Drop-Kultur einen funktionierenden Sekundärmarkt mit Echtzeit-Preisen.
- Sammelkarten-Communitys auf Discord und eBay verfolgen Set-Werte und Grading-Aufschläge in Echtzeit.
- Kunst- und Design-Communitys folgen aufstrebenden Künstlern so, wie frühere Generationen Aktienkurse verfolgt haben.
Für die Generation Z ist der Kauf eines Sammlerstücks oft beides zugleich: ein Kauf, den sie ohnehin machen wollte, und eine mögliche Anlage. Das senkt die psychologische Hürde im Vergleich zur Eröffnung eines Broker-Kontos.
Fractional-Plattformen haben die Kapitalhürde beseitigt
Eine seltene Uhr, ein Gemälde in Museumsqualität oder eine Kiste erstklassiger Bordeaux-Weine kann Zehntausende Euro kosten. Vor zehn Jahren war das für die meisten jungen Anleger unerreichbar. Fractional-Ownership-Plattformen wie Splint Invest lassen Anleger heute einen Anteil an einer professionell beschafften, geprüften und gelagerten Anlage schon mit kleinem Kapitaleinsatz kaufen.
Das beseitigt zwei der grössten Hürden für Anleger der Generation Z: den hohen Kapitalbedarf im Voraus und das Spezialwissen, das für die direkte Beschaffung, Prüfung und Lagerung eines physischen Objekts nötig wäre.
Was das für Portfolios bedeutet
Sammlerstücke ersetzen kein diversifiziertes Portfolio aus Aktien, Anleihen und Bargeld. Sie sind illiquide, ihr Wert hängt von der Nachfrage der Sammler statt von Unternehmensgewinnen ab, und die Preise können stark schwanken. Das wachsende Interesse der Generation Z an Sammlerstücken zeigt einen Wandel darin, was als akzeptabler Ort für Vermögen gilt, nicht eine Abkehr von Grundprinzipien wie Diversifikation und Risikomanagement.
Wenden sich Anleger der Generation Z von Aktien ab?
Nein. Die meisten Umfragen zeigen, dass Anleger der Generation Z beides halten und Sammlerstücke als Ergänzung zu einem traditionellen Portfolio nutzen, nicht als Ersatz dafür.
Sind Sammlerstücke riskanter als Aktien?
Sammlerstücke tragen in der Regel andere Risiken als Aktien, darunter Illiquidität, Bewertungsunsicherheit und Echtheitsrisiko. Sie sind nicht direkt mit börsennotierten Wertpapieren vergleichbar.
Kapital ist Risiken ausgesetzt. Prognosen und Rendite-Szenarien sind Schätzungen und keine Garantien. Bitte prüfe die vollständigen Anlageunterlagen, bevor du investierst.
